Pressestimmen

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Schon im Eingangschor  lädt Guttenberg die poetische Rhetorik Bachs dialektisch zwischen Verzweiflung und Glauben mit höchster subjektiver Leidenschaft auf. [...] und die Choräle modellieren sie unentwegt, alles andere als "objektiv", vom Staccato bis Pianissimo und Fortissimo. Wenn dann der markerschütternde "Barrabam"-­Schrei aus den 100 Kehlen der Chorgemeinschaft Neubeuern heraus gellt, bebt der Gasteig-­Saal: Schandruf Bachs als Anklage Guttenbergs.

 

 

Süddeutsche Zeitung (07.04.2015) zu Bachs Matthäus-­Passion am 03.04.2015 in der Philharmonie München

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Ein "Pro Arte"-Konzert in der Alten Oper Frankfurt mit vier inspirierenden Vokalsolisten und mit Enoch zu Guttenberg am Pult seiner beiden Ensembles (Chorgemeinschaft Neubeuern, Orchester der Klangverwaltung München) bot jetzt ein Lehrbeispiel dafür, wie berührend und intensiv eine Musik wirken kann, die so interpretiert wird, dass sie nicht nur dem leicht goutierbaren Wohlklang verpflichtet ist. [...] Über die Interpreten selbst hingegen sind nicht viele Worte zu verlieren, zumal die Erwartungen an keiner Stelle enttäuscht wurden: Die Chorgemeinschaft Neubeuern war immer schon die Perle dieser Künstlervereinigung – ausgewogen im Klang, rhythmisch präzise, großer Ambitus der Dynamik, in jeder Hinsicht präsent und sauber in der Intonation.

 

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung (18.03.2016) zu Verdis Requiem am 16.03.2016 in der Alten Oper Frankfurt

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Mit wildem Wüten peitschte er geradezu das Orchester der Klangverwaltung und die Chorgemeinschaft Neubeuern zum Siedepunkt der glühenden Expressivität.[...] Und wieder einmal war die großbesetzte Chorgemeinschaft Neubeuern der spirituelle Hauptakteur in diesem Passions‑Geschehen. Sehr variabel in seinem Emotionsausdruck, weich und sonor, durchschlagskräftig in seiner Gesamtheit und homogen in den Stimmgruppen, volltönend und durchdringend, süß flehend und aufschreiend, geschmeidig und wendig und reaktionsschnell auf des Dirigenten beschwörende Gesten antwortend transportierte dieser Chor alle Trauer, allen Schmerz, alle Anklage und alles Mitleiden dieses Schmerzgesanges.

 

 

Oberbayerisches Volksblatt (18.07.2015) zu Dvoráks Stabat Mater am 16.07.2015 bei den Herrenchiemsee Festspielen

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Wie aus dem Nichts beginnt diese schwarze Messe, um Ruhe bittend, die sie niemals finden wird. Das „Dies irae“ bricht vernichtend los, und Guttenbergs Posaunen pflügen ins Erdreich. Das ganze eine kontrolliert herbeigeführte Klangexplosion, die in ihrem Rücken eine schauerliche Stille aufreißt.[...]

Die Chorgemeinschaft [...] entfacht einen [...] Druck, der an Orffs „Carmina burana“ denken lässt. Bei derart wuchtiger, in sich absolut stimmiger Ensemblekunst hat es das Solistenquartett naturgemäß schwer [...]

 

 

Der Tagesspiegel (21.03.2015) zu Verdis Requiem am 19.03.2015 in der Philharmonie Berlin

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Verklärt wird hier nichts, erst recht nicht im Mozart-­‐‑Requiem. Für den Dirigenten ist es alles andere als ein milder Trostquell. Es ist auch kein Klageruf. Es ist Panik und Wut, und ja, es ist Lobpreis. Schon den Anfang macht Guttenberg anders als die anderen: Die „Requiem“‑Einsätze lässt er so scharf dreinfahren wie Sensenhiebe, in konstantem Tempo. Das ist mächtig schauderhaft, und der Chor setzt alles plastisch um — auch im „Confutatis“. In seiner Drastik erinnert es an Hieronymus Bosch’ Weltgerichtstriptychon: Einer wird in der Pfanne gebraten, der nächste wird gepfählt.[...]

Umso mehr überzeugt der Chor: Bei Guttenberg ist er kein gesichtsloser Klangkörper, sondern stimmgewaltiger Stellvertreter des Menschen. Er schreit die Angst heraus, er preist Gott, er hadert und bittet. Großer Jubel, Guttenberg wirft seinen Blumenstrauß Richtung Chor. Zurecht.

 

 

Süddeutsche Zeitung (20.11.2014) zu Mozarts Requiem am 17.11.2014 in der Philharmonie München

 

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Die Chorgemeinschaft Neubeuern, 1967 von Enoch zu Guttenberg gegründet, ist ein großartiger Klangkörper, was dieser alljährlich in zahlreichen Oratorien‑Konzerten in und um München unter Beweis stellt.

 

 

Der Neue Merker (02/2014) zu Mozarts Zauberflöte am 03.11.2013 im Prinzregententheater München

 

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Die Chorgemeinschaft Neubeuern klingt kompakt und durchschlagskräftig, zugleich aber agil und lebendig in der Textdeutung. Damit löst sie nicht weniger als den inneren Zwiespalt der zu hörenden Fassung, die Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1789 von Händels Oratorium erstellt hat.

 

 

Süddeutsche Zeitung (20.07.2013) zu Händels Messias in der Fassung von W.A. Mozart am 18.07.2013 bei den Herrenchiemsee Festspielen

 

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